mynetx

2009 war Echtzeit, 2010 wird wolkig

Während des Jahres 2009 kamen viele interessante Fortschritte in der Technologie auf.  Man beachte nur das Wachstum eines der beliebtesten sozialen Netzwerke, Facebook.

Soziale Netzwerke existieren schon seit Beginn des Jahrzehnts, von sozialen Netzwerkportalen wie Windows Live Spaces, über Video-Netzwerke wie YouTube, bis hin zu reinen sozialen Netzwerken wie Hi5, Bebo, MySpace, und natürlich Facebook.

Dabei hatte jedes dieser sozialen Netzwerke seinen eigenen Sinn.  Das gilt auch für das bekannte soziale Netzwerk MySpace, das immer populärer wurde, da es alle sozialen Strukturen unter einem Dach vereinte.  Am Anfang schien MySpace eine recht nette Site zu sein.  Es bot vielfältige Möglichkeiten, das eigene Profil anzupassen.  Jedoch begannen viele Benutzer, diese Möglichkeiten zu missbrauchen, indem sie unschöne Farben einsetzten, die im Auge weh taten.  Und oft konnte man sich richtig erschrecken, wenn plötzlich automatisch Musik spielte, die im Profil eingefügt war.

Einige Jahre später nahm Facebook an Beliebtheit zu, da es gut organisierte Funktionen gut präsentiert.  Entwicklungs-APIs für Drittanbieter wurden eingeführt, Datenschutz-Einstellungen wurden verbessert, und weitere Verbesserungen gemacht.  Alles, um in Echtzeit mit deinen Freunden in Kontakt zu bleiben.  Warte!  „In Echtzeit“?  Ja, genau das.  Deshalb bekam Twitter im vergangenen Jahr so viel Aufmerksamkeit.  Twitter verspricht, in Echtzeit Nachrichten von einem Endpunkt zu anderen zu übermitteln.  Jedoch sind Facebook und Twitter nicht die einzigen sozialen Netzwerke mit Echtzeitpotenzial.  Denn der Webdienst Google Wave setzt ebenfalls den Fokus auf Echtzeit, um soziales Netzwerken, Sofortnachrichten und E-Mail-Zustellung zu vereinen.

Wenn wir gerade über „Echtzeit“ reden: Google hat kürzlich sein Konzept für „Cloud Computing“ vorgestellt.  Mittels Googles neues Chrome OS werden Benutzer ihre Daten online (in der Wolke) speichern können.  So sind sie jederzeit und überall verfügbar, zum Beispiel via Google Docs, Google Kalender, Google Wetter, Google Taschenrechner, und all die vielfältigen Dienste, die Google anzubieten hat.  Somit sind Benutzer schon bald nicht mehr ganz so abhängig von lokalem Datenspeicher.  Denn alle Dateien sind virtuell, im Web eben, gespeichert.  Andererseits führt Microsoft eine bahnbrechende Neuheit für die Entwicklung von Anwendungen ein – Windows Azure ist ein Betriebssystem, ausschließlich dazu entworfen, Entwicklern die Technologie von „Computern in der Wolke“ bereitzustellen.

„Echtzeit“ war das Schlüsselwort für das vergangene Jahr, 2009.  Soziale Netzwerke haben viele Echtzeit-Verbesserungen vorgestellt, und Neuerungen für die Art und Weise, wie wir Informationen für andere freigeben.  Meiner Meinung nach wird das Schlüsselwort für 2010 „Cloud Computing“: Nutzer speichern ihre Daten online, um darauf zuzugreifen, egal wo sie sich befinden.  Einfach und sicher.