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Angeklickt: Lern- und Unterhaltungsspiele

Die Frankfurter Buchmesse hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer echten Messe für Multimedia entwickelt. Es geht natürlich um Bücher, aber eben auch um eBooks und Spiele, mit denen Kids und Jugendliche wirklich etwas lernen können. Die empfehlenswertesten von diesen Spielen findet man – auf der Buchmesse. Jörg Schieb hat sich einmal umgesehen.

Die Gigamaus

Gigamaus Ein begehrter Preis ist die Gigamaus, der jährlich an die besten Unterhaltungs- und Lernspiele vergeben wird. Dieses Jahr trendig: Knobelspiele und solche, die man auch spielen kann, wenn man gerade nicht zuhause ist. Mobil eben.

Der Preis sieht eher unscheinbar aus – dabei ist diese Plakette äußerst begehrt. Denn nur die besten Computerspiele dürfen sich damit schmücken. Eine Fachjury, der auch Kinder und Jugendliche angehören, hat sich die Spiele angeschaut und bewertet.

Schach lernen: kinderleicht

Das ist einer der ausgezeichneten Favoriten dieses Jahr: „Fritz und Fertig. Schach für Außerirdische“. Hier geht es darum, Schach zu lernen und ganz allgemein strategisch zu denken. Aber das derart unterhaltsam und vergnüglich, dass es einfach nur klasse ist. Das Spiel ist für Kinder acht Jahren gedacht. Mit Betonung auf ab, denn schöner als in der Fritz und Fertig Reihe wurde Schach wirklich noch nie erklärt. Da macht der neue Teil IV keine Ausnahme.

Dieses Jahr ist wirklich eine ganze Reihe interessanter, gut gemachter Lern- und Knobelspiele mit der Gigamaus ausgezeichnet worden. Sich Wissen aneignen, rätseln, knobeln, die grauen Zellen in Gang bringen, das ist ein klarer Trend. Die Knobelspiele werden immer besser, weil sie immer gefragter sind. Und das sieht wohl auch die Gigamaus-Jury so.

Gehirnjogging mit Dr. Kawashima

Ausgezeichnet hat sie zum Beispiel Dr. Kawashimas Gehirnjogging. Ein eigentlich eher simples Spiel, das aber gezielt die grauen Zellen trainiert. Man soll jeden Tag ein paar Übungen machen, ein bisschen rechnen, ein bisschen knobeln, ein bisschen Sprache trainieren. Nur ein paar Minuten, das soll reichen, um wieder richtig fit zu werden.

Das Spiel wurde ursprünglich für die tragbare Spielekonsole Nintendo DS entwickelt, war da ein riesiger Erfolg – und macht eben auch auf dem PC eine gute Figur. Etwas anders als auf der Konsole sieht Gehirntraining mit Dr. Kawashima in der PC-Version schon aus, es gibt zum Beispiel eine etwas aufwändigere Grafik, das muss wohl so sein. Das Konzept jedoch ist dasselbe: Zuerst wird ermittelt, wie fit man ist – und dann geht’s los. Jeden Tag ein paar Übungen machen. Logik. Sehen. Rechnen. Gedächtnistraining. Das soll helfen. Das sind gut investierte 20 Euro.

Rooms – die Villa

Und auch dieses Knobelspiel hat der Jury besonders gut gefallen: Es heißt „Rooms – die Villa“. Der Spieler befindet sich in einer mysteriösen Villa und muss den Weg nach draußen finden. Klingt einfach – ist es aber natürlich nicht. Die Räume müssen wie in einem Schiebepuzzle neu geordnet werden. Gleichzeitig stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, etwa Leitern, Teleporter oder Handys. Der Spieler muss gut überlegen, knobeln. Ein ungewöhnliches Spiel. Ohne große Hektik – aber spannend.

Unterwegs spielen liegt im Trend

Zu knobeln gibt es dieses Jahr also eine ganze Menge. Aber das nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs. Das scheint ein klarer Trend zu sein: Mehr unterwegs spielen. Das Angebot an entsprechenden Spielen wird immer größer – vor allem für die Spielekonsole Nintendo.

Spiele wie Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf. Hat den Sonderpreis der Gigamaus bekommen, weil die Rätsel so ausgefallen und originell sind. Diese Mischung aus Adventure und Puzzlespiel macht richtig Spaß. Es gibt ein geheimnisvolles Dorf, zwei sympathische Spurensucher und jede Menge vertrackter Rätsel, die zu lösen sind. So macht Spielen Spaß. Ein liebevoll gezeichneter, anspruchsvoller Knobelspaß, der für die ganze Familie gedacht ist.

Auch das berühmte Spiel „Crazy Machines“ gibt es mittlerweile für iPhone und iPod Touch, also für unterwegs. Die unterschiedlichsten Bauteile müssen hier so miteinander kombiniert werden, dass die geplante verrückte Maschine auch wirklich arbeitet. Recht ähnlich funktioniert Pushy. Kistenschieben auf dem iPod. Beide Spiele kosten jeweils nur 2,40 Euro.

Noch bis Sonntag, 18. Oktober 2009 könnt ihr euch dieses und andere Spiele auf der Frankfurter Buchmesse ansehen. Hinfahren lohnt sich!

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